Stalinallee Fotos 1949 bis 1961

Eine Bundesstraße (B1) viele Gesichter und vor allem viele Namen. Mitten im Herzen von Berlin  in den Berliner Ortsteilen Mitte und Friedrichshain liegt die heutige Karl-Marx-Allee benannt nach dem Philosophen und Gesellschaftstheoretiker Karl Marx. Angelegt wurde sie um 1700. Sie bekam den Namen Große Frankfurter Straße. Am 21. Dezember 1949, am 70. Geburtstag Josef Stalins, wurde sie zusammen mit der Frankfurter Allee in Stalinallee wurde.

Der Name Stalinallee währte ganze zwölf Jahre. Nach der Entstalinisierung in der Sowjetunion im Jahr 1961 wurde sie wieder in Karl-Marx-Allee und Frankfurter Allee getrennt. Diese Zeit war eine der prägendsten in der Ostberliner Architektur. Die Stalinallee war das Vorzeigeprojekt im Rahmen des Ostdeutschen Wiederaufbauprogramms nach dem zweiten Weltkrieg. Sie wurde in drei Bauphasen Stufen von den Architekten Hans Scharoun, Hermann Henselmann, Hartmann, Hopp, Leucht und Paulick entwickelt. So entstanden Wohnungen, die als Arbeiterpaläste bezeichnet wurden, eine Sporthalle, Cafes und das Kino International.

Erste Bauphase Stalinallee

Die erste Bauphase konzentrierte sich auf dem Konzept des dezentralen „Kollektivplans“ für die Neugestaltung Berlins. Diese sah eine lockere Bebauung vor. Umgesetzt werden sollte das mit so genannten „Wohnzellen“ (z.b. Wohnzelle Friedrichshain). Diese bestanden aus den Laubenganghäusern. Architekt war Hans Scharoun. Aber das Konzept wurde bald aus ideologischen Gründen fallen gelassen. Die zwei entstandenden Laubenganghäuser sich selbst überlassen und damit die zweite Bauphase eingeläutet.

Zweite Bauphase Stalinallee

Die zweite Bauphase folgte dem Stil des sozialistischen Realismus. Entsprechend lehnte sich die Architektur dem sowjetischen Baustil (beispielsweise der Lomonossow-Universität in Moskau und dem Kulturpalast in Warschau) an. Als Architekten des Bebauungsplan wurden Richard Paulick, Hanns Hopp, Karl Souradny und Kurt W. Leucht auserkoren.

Die Architekten beim Bezug der Stalinallee

Im Jahr 1951 wurde das Hochhaus an der Weberwiese fertiggestellt. Es war sozusagen der Prototyp nachdem die restliche Stalinallee kreiert wurde. Der Baustil ging als „dekorativer regionaler Historismus“ in die Geschichte ein. Zur zweiten Bauphase zählt auch die für die III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in nur 148 Tagen errichtete Deutsche Sporthalle im Jahr 1952. Die Halle wurde 1969 aufgrund von Bauschäden gesperrt und im Jahr 1972 abgerissen. Noch in der zweiten Bauphase begann die Gestaltung des Strausberger Platzes.

Bau der Deutschen Sporthalle im Jahr 1952
Bau der Deutschen Sporthalle im Jahr 1952

Dritte Bauphase der Stalinallee

Die dritte Bauphase symbolisiert den Aufbruch in die Moderne. Sie vereint insbesondere heute immer noch wichtige Gebäude. Dazu zählen das Kinogebäude Kosmos und das Café Moskau. Aber auch das Kino International und die Mokka Eisbar sowie das Hotel Berolina.

Von allen Bauphasen präsentieren wir in unserer Foto Kollektion Stalinallee ausgewählte Fotos: vom Bau der Stalinallee über den Einzug bis hin zur Nutzung: